Gegen Hartz – Initiative zur Unterstützung von Hartz IV-Empfängern

Unter der von Bundeskanzler Schröder geführten Bundesregierung wurde im Jahr 2003 eine Arbeitsmarktreform mit dem Namen „Agenda 2010“ beschlossen. Im Zuge der Reform wurde das Arbeitslosengeld II, kurz Hartz IV, eingeführt. Millionen Menschen sind seither von der Arbeitsmarktreform betroffen, weil sie keine Arbeit oder keinen Ausbildungsplatz finden. Die Initiative „Gegen Hartz“ verleiht den Empfängern des ALG II eine Stimme.

Initiative „Gegen Hartz“: Aufklärung und Unterstützung für Hartz IV-Empfänger

Mehr als ein Jahrzehnt nach der Einführung herrscht bei Empfängern des Arbeitslosengeldes II noch immer in vielen Punkten Unklarheit. Untersuchungen haben ergeben, dass rund die Hälfte aller Hartz IV-Bescheide fehlerhaft oder gar rechtswidrig sind. Da die Betroffenen nicht alle gesetzlichen Grundlagen kennen können, besteht häufig gar nicht die Möglichkeit, falsche Bescheide zu identifizieren und zu beanstanden. Die Plattform „Gegen Hartz“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Betroffenen mit Aufklärung zur Seite zu stehen und den ALG II Empfängern eine Stimme zu geben. Auf der Webseite veröffentlichen die Betreiber aktuelle Informationen zur Rechtssprechung und publizieren Details zu Einzelfällen. Ziel ist es, skandalöse Hartz IV-Bescheide einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren.

Gliederung in einzelne Teilbereiche

Die Webseite der Initiative „Gegen Hartz“ ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Kategorien:

  • Hartz IV News
  • Urteile Hartz IV
  • Hartz IV Ratgeber
  • Hartz IV Wohnung
  • Hartz IV Formulare

Auf der Startseite klären die Gründer der Initiative über die Hintergründe ihrer Arbeit auf. In der Rubrik „Aktuelles“ werden News zum Thema Hartz IV veröffentlicht. Es wird auf aktuelle Gerichtsurteile eingegangen, und es werden die Rechte der Hartz IV-Empfänger unter die Lupe genommen. Zusätzlich zum Informationsblock verfügt die Webseite über ein Forum, das Betroffene zum Gedankenaustausch nutzen können. Freiwillige betätigen sich als Supporter und bieten eine Art kostenlose „Nachbarschaftshilfe“ an. Über das Forum tauschen Nutzer ihre Erfahrungen im Umgang mit den Behörden, Ämtern und Gerichten aus. Die Informationen nutzen andere Hartz IV-Empfänger, um den eigenen Bescheid gründlicher zu überprüfen und gegebenenfalls Widerspruch einzulegen.

Initiative „Gegen Hartz“: Anwalt der kleinen Leute

Bezieher von Sozialleistungen nach dem SGB II (Zweites Buch Sozialgesetzbuch), also Hartz IV Leistungen, haben in der Gesellschaft keine Lobby. Nachdem jemand seinen Job verloren und innerhalb eines Jahres keine neue Arbeitsstelle gefunden hat, rutscht er in die Versorgung über das Arbeitslosengeld II. Schnell finden sich die Betroffenen am Rande der Gesellschaft wieder. Hartz IV-Empfänger werden oft als „faul“, „dumm“ und „arbeitsscheu“ abgestempelt. Das Umfeld verändert sich und Anfeindungen im Jobcenter, in der Schule und auf der Straße sind keine Seltenheit. Die Leistungsbezieher müssen neben den Einschränkungen im täglichen Leben mit Vorurteilen kämpfen, die Außenstehende haben. „Gegen Hartz“ versteht sich als Anwalt der kleinen Leute. Über die Plattform werden Skandalbescheide öffentlich gemacht und Fehlentwicklungen im System dokumentiert. Da Ämter erst reagieren, wenn Missstände aufgedeckt und veröffentlicht werden, nutzt die Plattform ihre Popularität, um öffentlichen Druck aufzubauen.

http://www.gegen-hartz.de/

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Gegen Hartz – Initiative zur Unterstützung von Hartz IV-Empfängern

Unter der von Bundeskanzler Schröder geführten Bundesregierung wurde im Jahr 2003 eine Arbeitsmarktreform mit dem Namen „Agenda 2010“ beschlossen. Im Zuge der Reform wurde das Arbeitslosengeld II, kurz Hartz IV, eingeführt. Millionen Menschen sind seither von der Arbeitsmarktreform betroffen, weil sie keine Arbeit oder keinen Ausbildungsplatz finden.