Krankenversicherung ohne Einkommen

Im Jahr 2007 wurde in Deutschland die Gesundheitsreform durchgeführt und gleichzeitig eine allgemeine Versicherungspflicht eingeführt. Mit dieser Maßnahme wurden alle Menschen verpflichtet, sich unabhängig von der Höhe des Einkommens und vom sozialen Status bei einer Krankenversicherung versichern zu lassen. Davon betroffen sind auch Studenten, Hausfrauen und Arbeitslose, die über kein geregeltes Einkommen aus einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit verfügen. Während bei Empfängern des Arbeitslosengeldes I und Hartz IV das Arbeitsamt die Zahlung der Beiträge übernimmt, stellt sich die Situation für Menschen ohne Einkommen komplexer dar. Sie können einen Vergleichsrechner benutzen und "nicht erwerbstätig" und 450€ pro Monat als Mindesteinkommen eingeben.

Mögliche Fälle:

    Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit

    Für Personen mit geringem und ohne eigenes Einkommen gibt es verschiedene Möglichkeiten, einer Krankenkasse beizutreten. Bei Arbeitslosen übernimmt das Arbeitsamt die Zahlung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse. In der Regel erfolgt die Abmeldung bei der Krankenkasse durch den Arbeitgeber. Das wird den Betroffenen von der jeweiligen Kasse mitgeteilt.

    Wer seinen Job verliert, sollte dies unverzüglich dem Arbeitsamt und der Krankenkasse mitteilen. Die Agentur für Arbeit meldet anschließend der Krankenkasse, dass die Beitragszahlung übernommen wird. Grundsätzlich werden auch die Beiträge zur privaten Krankenversicherung vom Arbeitsamt übernommen, sofern der Betroffene selbstständig war. Allerdings erfolgt in der Regel eine Zurückstufung in den günstigsten Basistarif, was mit einer Leistungseinschränkung verbunden sein kann.

Krankenversicherung für Studenten ohne Einkommen

Studierende verfügen meist über kein eigenes Einkommen und sind zu Beginn des Studiums in der Regel über die Familienversicherung abgesichert. Sie läuft bis zum 18. Lebensjahr und kann auf Antrag bis zum 25. Lebensjahr verlängert werden. Allerdings verliert der Versicherte den Schutz spätestens mit Vollendung des 25. Lebensjahres. Hat der Studierende noch einige Semester zu absolvieren, muss er sich um eine eigene Krankenversicherung bemühen. Bei CHECK24 kann man die Möglichkeiten einfach und schnell vergleichen. An wichtigen Universitätsstandorten werden sogenannte studentische Krankenversicherungen angeboten, die einen Versicherungsschutz bis zum 30. Lebensjahr bieten. Studenten profitieren dabei von geringen monatlichen Beiträgen, die meist deutlich unter den Prämien für die gesetzliche Krankenversicherung liegen. Die Leistungspakete orientieren sich an den Bedürfnissen der Studenten.
Grundsätzlich werden die Beiträge für die studentische Krankenversicherung jährlich angepasst und Beitragserhöhungen sind nicht ausgeschlossen. In diesem Fall haben die Studierenden ein Sonderkündigungsrecht.

Absicherung über die Familienversicherung

Verheiratete Paare, bei denen ein Teil über kein eigenes Einkommen verfügt, können den Ehepartner über die Familienversicherung (Wikipedia) absichern. Voraussetzung dafür ist, dass ein Ehepartner Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung ist. Selbst, wenn der Schritt in die Selbstständigkeit gewagt wird, bleibt der Versicherungsschutz über die gesetzliche Krankenversicherung erhalten, wenn nicht ein Wechsel zur privaten Krankenversicherung angestrebt wird. Bei der Berechnung der Beiträge für Selbstständige gehen die gesetzlichen Krankenkassen von einem fiktiven Einkommen aus und stufen den Betroffenen in der Regel in die höchste Tarifklasse ein. Allerdings ist es möglich, bei geringem Einkommen ergänzend Hartz IV Leistungen zu beantragen. Das gilt auch, wenn allein die hohen Krankenkassenbeiträge zu einer Bedürftigkeit führen.

Krankenkasse ohne Einkommen und Versicherungspflicht

Wer kein eigenes Einkommen erzielt, nicht arbeitslos gemeldet ist und keine Absicherung über die Familienversicherung besitzt, kann unter bestimmten Voraussetzungen der gesetzlichen Krankenkasse beitreten. Unter der Bedingung, dass bereits eine Mitgliedschaft vorlag und diese nicht länger als drei Monate zurückliegt, erfolgt die Aufnahme in die GKV. Da es in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht für alle Bürger gibt, müssen auch Personen ohne Einkommen Beiträge zahlen. Können keine Angaben zum Einkommen gemacht werden, unterstellen die Krankenkassen ein fiktives Gehalt und berechnen auf dieser Grundlage die Beitragshöhe. Wer über keine Vermögenswerte oder finanzielle Rücklagen verfügt, sollte sich in diesem Fall mit der Agentur für Arbeit in Verbindung setzen, und gegebenenfalls Sozialleistungen nach Hartz IV beantragen. Personen, die mit der Zahlung der Beiträge in Rückstand geraten, müssen mit Leistungskürzungen rechnen. Schlimmstenfalls kann die Krankenkasse die Begleichung der Arztrechnungen komplett verweigern.

Kredit ohne Einkommen

Die Beantragung eines Kredites ohne eigenes Einkommen ist ein nahezu aussichtsloses Unterfangen. Wer keine regelmäßigen Einkommensnachweise beim Geld gebenden Kreditinstitut vorweisen kann, muss in der Regel mit einer Absage rechnen. Eine Ausnahme bilden materielle Sicherheiten, die der Bank angeboten werden können. Dabei kann es sich um wertvolle Schmuckstücke, eine Liegenschaft, festverzinsliche Wertpapiere oder um eine Kapitallebensversicherung mit hohem Rückkaufwert handeln (ein online Pfandhaus ist vielleicht eine bessere Lösung in solchen Fällen). Eine weitere Möglichkeit, an Geld zu kommen, bietet der Kredit von privat. Bei diesem Geschäft bleiben Banken und Sparkassen zwar außen vor, doch Sicherheiten werden auch von Privatpersonen verlang, die in diesem Fall als Geldgeber auftreten. Wer nicht über ein regelmäßiges Einkommen verfügt, sollte bei der Kreditaufnahme sehr vorsichtig agieren. Können die monatlichen Raten nicht pünktlich beglichen werden, ist der Weg in die Schuldenfalle vorprogrammiert.

Fiktives Mindesteinkommen als Berechnungsgrundlage

Alljährlich wird das fiktive Mindesteinkommen für Personen ohne eigenes Einkommen von den gesetzlichen Krankenkassen neu berechnet und gegebenenfalls angepasst. Derzeit liegt die Schwelle bei 921,67 Euro. Auf dieser Grundlage erfolgt die Berechnung der Beitragshöhe für die Krankenversicherung, die inklusive Pflegeversicherung derzeit bei rund 155 Euro liegt. Dieser Betrag muss von den Versicherten jeden Monat aufgebracht werden, um nicht den Wegfall des Versicherungsschutzes zu riskieren. Mit diesem monatlichen Beitrag sind keine Leistungseinschränkungen verbunden, sofern die Beitragszahlung pünktlich erfolgt. In der Praxis bedeutet das für die Versicherten, dass Arztbesuche, ambulante oder stationäre Behandlungen sowie die Kosten für Rezepte dem Leistungsspektrum entsprechend übernommen werden. Die einzige Einschränkung betrifft die Einstellung der Zahlung des Krankengeldes.

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Kredit ohne festes Einkommen

Kredite gehören für die meisten Verbraucher zum Alltag. Das Eigenheim, ein neues Auto oder elektrische Großgeräte werden von der Mehrzahl aller Privathaushalte durch ein Darlehen von der Bank finanziert. Solange die Kreditnehmer ein regelmäßiges Einkommen nachweisen können und die Schufa-Abfrage kein negatives Ergebnis ergibt, ist die Kreditaufnahme in der Regel kein Problem.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Vom bedingungsloses Grundeinkommen wurde schon geredet vor 200 Jahren als utopisches Konzept. In den letzen Jahren hat es viel an Popularität gewonnen. Die Berliner Piraten hatten sogar Plakaten damit. Aber auch in der CDU und FDP gibt es Politiker die seriös untersuchen wollen ob ein Grundeinkommen vielleicht nicht besser wäre für Deutschland und vor allem für die deutscher.