Kunstgegenstände verpfänden

Bargeld für Originalwerke lautet die einfache Formel von Pfandhäusern, deren Schwerpunkt auf der Beleihung von Kunstgegenständen liegt. Hin und wieder können unerwartete Ausgaben zu einem finanziellen Engpass führen, der schnell überbrückt werden muss. Ein Bankkredit ist nicht immer die erste Wahl, zumal mit der Darlehensaufnahme automatisch ein Eintrag in das zentrale Datenregister der Schufa erfolgt. Wenn Sie im Besitz wertvoller Gemälde, Skulpturen oder Antiquitäten sind, heißt die Lösung: Kunstgegenstände beleihen und Bargeld kassieren.

Kunstgegenstände sind Vermögenswerte

Das Beleihen von Kunstgegenständen ist ein probates Mittel, um schnell und unbürokratisch an Bargeld zu kommen. Dabei muss es nicht zwangsläufig ein Picasso oder ein Rembrandt sein, der für eine gewisse Zeit im Pfandhaus eingelagert wird. Allerdings ist auch nicht jedes Ölgemälde aus dem Nachlass der Urgroßmutter ein kostbarer Kunstgegenstand. Kunstwerke sind unabhängig davon, ob es sich um ein Gemälde, eine Grafik, Fotokunst oder eine Skulptur handelt, in erster Linie Vermögenswerte. Das bedeutet, sie haben einen materiellen und einen kulturellen Wert. Für Sammler ist darüber hinaus der ideelle Wert entscheidend. Wenn Sie Kunstgegenstände besitzen, können Sie diesen Besitz kurzfristig zu Geld machen. Gemeint ist nicht der Verkauf, sondern die Verpfändung des Kunstwerks. Auf diese Weise bleiben Sie weiterhin Eigentümer des Kunstgegenstandes. Bis zur Ablösung des Pfandbetrages verbleibt das Werk im Pfandhaus und ist dort rundum versichert.

Wertermittlung durch Sachverständige

Bevor ein Kunstgegenstand als Pfandobjekt anerkannt wird, führen Kunstsachverständige eine Bewertung durch. Damit sichert sich das Pfandhaus gegen einen eventuellen Missbrauch ab. Um den exakten Beleihungswert ermitteln zu können, benötigen die Sachverständigen einige Angaben zum Kunstwerk. Unter anderem sollte nach Möglichkeit ein Herkunftsnachweis für die Skulptur, die Grafik oder das Gemälde erbracht werden. Insbesondere bei Kunstgegenständen mit einem erheblichen kulturhistorischen Wert (Gemälde Alter Meister, Pop Art Kunst, antike Büsten) ist der Herkunftsnachweis unerlässlich. Nur auf diese Weise lässt sich nachweisen, dass die Gegenstände auf legalem Weg in Ihren Besitz gelangt sind. Entscheiden Sie sich für ein Online-Pfandhaus, schicken Sie ein oder mehrere Fotos des Kunstgegenstandes mit den Maßen und dem Herkunftsnachweis an den Anbieter.

Auslösung des Kunstgegenstandes

In der Regel haben Sie drei Monate Zeit, um den verpfändeten Kunstgegenstand auszulösen. Nach der Bezahlung von Zinsen und Gebühren sowie des vollständigen Beleihungsbetrages geht das Kunstwerk wieder in Ihren Besitz über. Haben Sie das erforderliche Vermögen nach drei Monaten noch nicht beisammen, können Sie beim Pfandhaus eine Fristverlängerung beantragen, der in der Regel problemlos stattgegeben wird. Können Sie die erforderliche Summe dauerhaft nicht aufbringen, kommt es nach Ablauf der vereinbarten Frist zu einer Zwangsversteigerung. Mit dieser Maßnahme versucht das Pfandhaus, die entstandenen Kosten zu decken. Diese Vorgehensweise ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben und keine willkürliche Entscheidung der Pfandleihe. Erlöse aus dem Verkauf eines Kunstgegenstandes, die die anfallenden Kosten überschreiten, bekommen Sie vom Pfandhaus in voller Höhe ausgezahlt.


Online Pfandhaus

Zur Überbrückung eines kurzfristigen finanziellen Engpasses ziehen viele Verbraucher den Gang in das Pfandhaus einer langwierigen Verhandlung mit der Bank vor. Mit iPfand hat im Jahr 2013 das erste Online-Pfandhaus in Deutschland eröffnet, das eine direkte Antwort auf das Kundenbedürfnis nach schneller Liquidität bietet.