Was passiert wenn man Mahnungen nicht bezahlt

Geldmangel kostet Geld. Kredite sind manchmal schon zurückzahlen innerhalb des gleichen Monats, bevor neue Einkünfte eingezahlt werden: so gelangt man vom Regen in die Traufe. Das Geschäftsmodell der Kreditgeber ist gleichzeitig lukrativ und irreführend. Gewinn wird erzielt, nicht durch die manchmal tatsächlich niedrigen Zinsen, sondern durch die hohen Überschreitungskosten. Wenn man die Überschreitungskosten mit einberechnet, sind die Kredite oft das Gegenteil einer Lösung eines Geldmangels. Trotzdem rechnen die Kreditgeber gerade darauf.

Mahnungskosten und Verzugszinsen

Was passiert genau, wenn man nicht zeitig zurückzahlt? Das ist gesetzlich festgestellt. Zahlungsrückstand resultiert erstens immer darin, dass Schufa oder ein alternatives Kredit-Informationsbüro informiert wird. Weiterhin dürfen Kreditgeber Mahnungskosten rechnen, aber nur die tatsächlich gelittenen Kosten: meistens nur ein Paar Euro für das Papier und die Versandkosten der Mahnung. Meistens wenn nach maximal drei Mahnungen und 21 Tagen die vollständige Rückzahlung noch immer nicht geleistet ist, werden gesetzlich vorgeschriebenen Verzugszinsen über den noch zu zahlenden Betrag und gesetzlich vorgeschriebene Inkassokosten gerechnet.

Der Verzugszinssatz beträgt 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz: ab 1. Januar 2018: 4,12 %. (Quelle)

Inkassokosten

Bei kleinen Krediten sind auch die Verzugszinsen nicht sehr hoch; die Inkassokosten aber sind erheblich. Zwangsvollstreckung durch einen Gerichtsvollzieher ist möglich, wenn ein gerichtlicher Vollstreckungstitel vorliegt. Die Kosten eines Gerichtsvollziehers sind für den Schuldner und sind gerechtlich festgelegt. Ein Inkassobüro rechnet eine 1,3-Regelgebühr (bei Kleinkrediten meistens €15 Mindestgebühr) und extra Kosten, wie Auslagenpauschale (20%, max €20). Tatsächliche Gerichtsvollzieherkosten variieren also. Zum Beispiel darf der Gerichtsvollzieher auch Wegegeld rechnen: wenn er öfters fahren muss, kostet es mehr.

Was darf der Gerichtsvollzieher?

Er darf fragen, Sie brauchen jedoch nicht zu antworten! Wenn man aber antwortet, soll man beachten, keine falschen Angaben zu machen (Quelle). Pfändung des Einkommens wird versucht, ob Lohn, Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe (wenn vorhanden: in dieser Tabelle steht die gesetzlich vorgeschriebene Höhe des pfändbaren Teiles ihres Einkommens). Lohn wird direkt vom Arbeitgeber gepfändet: kein offizieller Grund zur Kündigung, aber unangenehm schon.

Ein gewisses Existenzminimum verbleibt dem Schuldner in jedem Fall, um seinen Lebensunterhalt weiter bestreiten zu können. (Quelle)

Beschlagnahmungen

Der Gerichtsvollzieher darf auch Eigentum beschlagnahmen: was er pfänden darf – und was nicht. Ausser Bargeld, dürfen viele Gegenstände gepfändet werden, wie das Handy, Musikanlagen usw. Auch Schmuck, sogar wenn es hohen Gefühlswert hat (!), wird gerne beschlagnahmt. Nur was man für eine einfache Lebens­führung braucht, darf man behalten: ein einfaches Auto und ein Computer, vorausgesetzt, dass sie abbezahlt sind und für Beruf oder Ausbildung notwendig. Jeder mögliche Luxus wird zum Existenzminimum zurückgebracht. Bei fruchtloser Pfändung (wenn der Schuldner nichts pfändbares hat), darf später wieder versucht werden:

Die Verjährung einer titulierten Forderung liegt bei 30 Jahren (!). (Quelle)

Haftstrafe erfolgt nur, wenn man bei Überschuldung oder bei drohender oder eingetretener Zahlungsunfähigkeit Straftaten begeht (wie z.B. Beiseiteschaffen von Vermögen).

Kein Schlupfloch

Dank Europäischer Gesetzgebung ist der Verbräucher geschützt durch das Widerrufsrecht. Man darf innerhalb von 14 Tagen sich noch überlegen und verzichten auf einen Vertrag. Dies bietet im Falle von Kleinkrediten jedoch leider kein Schlupfloch: Kurzfristige Verträge sind ausgenommen.

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